Als ich meinem Umfeld eröffnete „In meiner Diplomarbeit geht um das Sanitätshaus“, reagierten beinahe alle mit einem hochemotionalem „Aha“. Wie kommt es denn, dass man sich als Studentin des Kommunikationsdesign freiwillig mit diesem Thema befassen will?

Eben genau deshalb. Gerade weil man sich hier bisher bei weitem nicht so intensiv mit Gestaltung und Image auseinandergesetzt hat, wie dies in anderen Branchen der Fall ist. Die allgemeine Reaktion auf den Sanitätsfachhandel ist eher unterkühlt bis abweisend – oder können Sie spontan 3 Leute aufzählen, die sagen: „Ja, das Sanitätshaus ist großartig. Dieses Geschäft ist mein erster Anlaufpunkt, wenn um meine Gesundheit geht.“?
Und genau hier liegt der Kern des Problems. Wenn man nicht durch körperliche Unzulänglichkeiten, seien es die eigenen oder die von Angehörigen, dazu veranlasst wird, dann besucht man nicht mal eben das Sanitätshaus. Aber woran mag das liegen? Einen großen Anteil an dieser Wirkung hat das Bild, welchem der Fachhandel in der Öffentlichkeit gegenüber steht: Einerseits weiß man um deren scheinbar «unangenehme» Ausstrahlung, anderseits wird dem Sanitätshaus hohe Kompetenz in Sachen Hilfeleistung und Versorgung rund um das Thema Gesundheit (oder Krankheit) zugesprochen. Ein zwiespältiger Zustand.